Was ist mit Anwendungen, für die ich keinen Proxy einstellen kann?

Die Zugangssoftware für T-DSL via Satellit (Proxy-Client) kann nur dann zum Einsatz kommen, wenn die Web-Anforderungen der einzelnen Programme auf eine im Hintergrund Ihres Systems arbeitende Komponente "umgeleitet" werden. Diese Komponente - ein lokaler Proxy - vollführt alle Maßnahmen, um den Internetverkehr beschleunigt und optimiert über den Satelliten an Ihr System heranzuführen.

Sie etablieren die Umleitung durch Konfiguration z.B. Ihres Browsers auf 127.0.0.1, Port 9202 (oder localhost, Port 9202) für den HTTP-Verkehr. Diese Aufgabe wird vom Installations- und Testprogramm für T-DSL via Satellit vorgenommen.

Nun gibt es webbasierte Programme, die keine Konfiguration eines Proxys zulassen. Auch diese Anwendungen können in den Genuss der Satellitenbeschleunigung kommen. Sie brauchen dazu nur eine Software, die alle Webanforderungen dieser Anwendung auf eine Standardschnittstelle - SOCKS - umleitet, die von der Zugangssoftware intern unterstützt wird. Laden Sie sich dazu das Programm SocksCap32 2.2 für Windows 95/98/ME/2000/XP, Windows NT 4.0 von http://www.socks.nec.com/cgi-bin/download.pl herunter und installieren Sie es.

Konfigurieren Sie SocksCap auf "127.0.0.1, Port 9203" als SOCKS-Server und richten Sie ein Profil für Ihre Anwendung ein.

Sie müssen nun Ihre Anwendung aus der SocksCap Oberfläche heraus starten, damit die Beschleunigung wirksam werden kann.

Als absolute Minimallösung bietet sich die Einrichtung und Nutzung des VPN-Zugangs an. Eine entsprechende Installationsanleitung finden Sie hier. Der VPN-Zugang arbeitet derart, dass auf eine bestehende Internetverbindung ein L2-Tunnel zu ASTRA aufgebaut wird. Über diesen Tunnel werden alle Internetanforderungen direkt an einen ASTRA Server gerichtet, der für Sie die Inhalte aus dem Web beschafft und zum Satelliten funkt.

Die Frage "Welcher Zugang ist der Beste" muss von Fall zu Fall entschieden werden. Hier einige Argumente:

Der Proxy-Zugang (Standard-Installation) ist optimal. Die Schwachstellen von TCP werden ausgebügelt. Eine Beschleunigung des Surfens wird durch Optimierung von TCP und HTTP-Prefetching erreicht. Der Sat-Traffic ist verschlüsselt. Die Übertragung erfolgt Multicast. Die gesamte Bandbreite ISDN und Sat wird bis zu max 768 kBit/s ausgelastet. Die Applikationen müssen für die Nutzung des Proxys konfiguriert werden.

VPN ist suboptimal. Es benötigt keine Proxykonfiguration und keine Zusatzsoftware. Alles geht mit "Windows-Bordmitteln". Die Übertragung erfolgt im IP Unicast unverschlüsselt und für die Richtung zum Kunden komplett über den Satelliten. Der erzielbare Durchsatz ist etwas geringer. Der ISDN Rückkanal wird nur für TCP ACKs verwendet. Paketverluste wirken sich dramatischer aus. Der Windows-TCP Stack ist ohne Registry-Tweaks nicht optimal auf diese Bitrate vorbereitet und erreicht ohne Optimierung nur 14 kByte/s von max. 90 kByte/s. Die Optimierung wird auf Wunsch vom Installations- und Testprogramm für T-DSL via Satellit vorgenommen. Die Konfiguration des VPN-Tunnels ist von Betriebssystem zu Betriebssystem unterschiedlich. Man muss z.T. mit mehreren Verbindungen hantieren.


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